Archiv für September 2006


Schlaflos in Osnabrück

14. September 2006 - 09:56 Uhr

Der Sommer hat definitiv einen Nachteil: nachts ist es kaum möglich zu schlafen. Zum einen stört die Wärme, und zum anderen sind paarungswillige Großstädter echte Lärmbelästigung!
Eigentlich hatte ich den Sommer schon längst abgeschrieben. Wir hatten draußen ja bereits angenehme 15°C, und das schönste Herbstwetter. Aber nein, nun haben wir wieder einige Tage Sommer mit Werten um die 30°C. Den ganzen Tag schmilzt man in seinem Büro vor sich hin, und nicht einmal der Abend bringt wirklich Abkühlung. Natürlich hat man als Mensch, der etwas mehr Masse auf den Rippen hat, auch etwas mehr mit dieser Hitze zu kämpfen. Ich nenne diese Jahreszeit auch gerne „Tauwetter für Dicke“, denn man schwitzt sich ja echt einen Wolf.
Das größte Problem, das sich bei so einem Wetter einem bietet, ist die Sache mit dem Schlaf. Natürlich habe auch ich dann Probleme in der Wärme einzupennen. So geschehen gestern Abend.
Ich legte mich so gegen 0:00 Uhr ins Bett und versuchte einzuschlafen., und tatsächlich fing ich schnell an zu dösen. Mit „PIEP PIEP ….. PIEP PIEP“ wurde ich unsanft wieder aus meiner Einschlafphase herausgerissen. Kurz etwas orientierungslos realisierte ich, das eine SMS eingetroffen ist. Eine Freundin von mir wollte mir noch eine gute Nacht wünschen. Ich also schnell geantwortet und wieder versucht zu schlafen. Ich war wieder kurz vorm einpennen, da hallte ein lautes Knallen aus meiner Wohnung. Ich wieder wach, und erstmal total verpeilt. Der Blick auf die Uhr sagte mir, das es schon fast halb zwei war.
Meine Katzen waren der Meinung, das sie im Badezimmer einen vollen Wäschekorb von der Waschmaschine schmeißen müßten. Ich also die Wäsche wieder eingepackt und dann wieder ins Bett. So langsam war ich doch etwas genervt, zumal die Wärme in meinem Schlafzimmer immer noch drin lag. Selbst das Öffnen der Fenster brachte wenig Abkühlung! Ich also wieder versucht zu schlafen, was wieder durch ein „PIEP PIEP … PIEP PIEP“ unterbrochen wurde. Es war wieder besagte Freundin, die sich bedankte, das ich ihr eine gute Nacht gewünscht hatte. Diese Nachricht wurde mit einem gedanklichen „Hmpf“ quittiert, und ich setzte zum nächsten Versuch an.

Es stellte sich mal wieder heraus, wie dünn eigentlich die Wände in diesem Haus sind. Meine neue Nachbarin, die im übrigen nicht gerade übel aussieht, schien wohl Sport zu treiben. Ich kam zu dieser Erkenntnis weil im rhythmisch und im Takt ein „Bock Bock Bock“ aus ihrer Wohnung, genauer gesagt von der Wand zwischen ihrem und meinem Schlafzimmer, zu hören war! Ich versuchte das zu ignorieren, und drehte mich um. Irgendwann hörte ich dann auch lautes Stöhnen, was mir dann sagte, das sie Matrazengymnastik machte. Also mal ganz ehrlich: Wer macht denn sowas unter der Woche nachts um halb drei?
Ziemlich an genervt habe ich mir mein Kissen genommen, und bin ins Wohnzimmer gegangen um dort weiter zu schlafen. So gegen hab 5 fand ich dann auch meine Nachtruhe, ehe um 8 Uhr wieder mein Wecker klingelte!

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2 Jahre

12. September 2006 - 00:27 Uhr

Hm…

am Samstag ist es nun zwei Jahre her, dass einer meiner besten Freunde verstorben ist. Ich weiß noch genau wie es war, als mich die Nachricht seines Todes ereilte! Ich hatte mit zwei Freunden in Irland Urlaub gemacht, und wir waren mit dem Bus auf den Weg nach Killarney!

Ich war erst irritiert, danach geschockt und zum Schluß gefaßt.

Bis heute mache ich mir Vorwürfe, daß ich nicht auf seinem Geburtstag war, der drei Wochen vorher stattfand. ich konnte auch nicht zu seiner Beerdigung, da ich keinen Flug aus Irland raus bekommen konnte.

Samstag werde ich zum Grab gehen, und an diesem Tag seiner Gedenken.
Ich gebe zu, ich vermisse den Kerl, denn mit ihm konnte man wirklich Pferde stehlen. Es gibt Tage, da muß ich an ihn denken, und ich wünschte ich würde aus einem Alptraum aufwachen. Aber es ist keiner, es ist Realität!

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Männer sind auch nur Kinder!

9. September 2006 - 19:13 Uhr

Wenn Männer ein neues „Spielzeug“ haben, vergessen sie alles um sich herum! So passierte dies auch mir, als ich gestern meine neue Tastatur von Logitech geschickt bekommen habe. Ich packte mit kindlicher Begeisterung den großen Karton aus. Naja eigentlich habe ich ihn aufgerissen, weil ich nicht mehr in der Lage war, einfach den Klebestreifen abzuschneiden. Nach wenigen Sekunden hatte ich es geschafft. Das Bollwerk von Verpackung war nun beseitigt und nun wurde mir ein Blick auf das neue Heiligtum, meine neue G15 Tastatur, offenbart!

Mit einem beherzten Griff befreite ich die Verpackung aus dem Karton. Als erstes fiel mir auf, daß diese Tastatur, bzw. der Karton samt Inhalt, recht schwer waren. Da lag sie also nun eingepackt wie ein Baby vor mir. Ich drehte und wendete den Karton, bis ich jedes Bild und jede Info des Kartons aufgesaugt hatte. Nun sollte also endlich der große Moment kommen, das Öffnen der Schachtel!
Es ist erstaunlich wie schnell die filigrane Gewandtheit wieder da ist, und mir half vorsichtig die Verpackung ohne Beschädigungen zu öffnen. Nun trennten mich nur noch ein Pappbrauner Karton von mir und meinem neuem „Baby“! Schnell war auch dieser geöffnet und da lag sie. Fast wie ein schlafendes Kätzchen lag sie vor mir. Nach acht Wochen Wartezeit konnte ich sie nun endlich mein Eigen nennen.

Vorsichtig packte ich sie nun aus, schaute sie mir von allen Seiten an, und legte sie auf meinen Schreibtisch. Keine zwei Sekunden später vereinigte sich der USB Stecker mit dem Port im PC. Die beiden haben sich auf Anhieb gut verstanden und fleißig miteinander kommuniziert. Sonderbarerweise muckte Windows nichteinmal rum, als ich die beiliegende Software installierte.
Neckisch leuchtete mich die Tastatur bläuchlich an. Blau macht glücklich, müßt Ihr wissen. Ich bekam die Einstellungsmöglichkeiten auch recht zügig in den Griff, und spielte schnell eine Runde Battlefield 2. Dieser Tastenaschlag, diese schnelle Reaktion ist einfach nur göttlich!

Wer brauch denn noch eine Beziehung oder ein Leben neben seinem Computer, wenn er so eine Tastatur sein Eigen nennen darf ;-)

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Es geht auch anders!

9. September 2006 - 19:12 Uhr

Nachdem meine Woche ja eher miserabel anfing, hatte sich meine Laune am gestrigen Donnerstag…

Nachdem meine Woche ja eher miserabel anfing, hatte sich meine Laune am gestrigen Donnerstag doch wieder einigermaßen gebessert. Schließlich darf ich zurzeit mit dem VW Sharan fahren, und der Wagen ist eine echte Wonne. Ich nahm das vorhandene Auto gestern auch zum Anlass, diverse Pakete von Amazon bei der Post abzuholen. Schon als ich sah, dass ich drei Paketkarten im Briefkasten hatte wunderte ich mich. Schließlich habe ich alles in eine Bestellung gepackt.

Um den Weg zur Post effizient zu gestalten, sammelte ich noch schnell eine Freundin ein, mit der ich abends ins Kino wollte. Nachdem wir uns einen Parkplatz für das Schlachtschiff von Auto gesucht hatten, gingen wir zur Post. Allerdings gingen wir nicht rein, sondern blieben vor der Türe stehen. Nein, eigentlich standen wir direkt in der automatischen Tür. Uns stoppte eine Menschenmenge, die den gleichen Plan hatten wie wir: Pakete von der Post holen. So standen wir da ca. 20 Minuten rum, und haben bissel rumgealbert. Ist schon interessant wie andere Menschen auf Begriffe wie „Kettensäge“ oder ähnliches reagieren. Naja, zumindest haben wir wohl zur allgemeinen Belustigung in der Post unseren Teil geleistet.

Endlich kamen wir an den Post-Schalter und ich legte meine Karten vor, und tatsächlich, Amazon hatte meine Bestellung in drei Pakete aufgeteilt. Ich mir also die Sachen geschnappt und zurück zum Auto.

Leider hatte die Aktion in der Post uns im Zeitplan etwas zurückgeworfen. Wir wollten uns abends noch einen Film im Kino anschauen, und dieser begann bereits um 20:00 Uhr. Wir also zurück zu ihr, damit sie sich für den Abend fertig machen konnte. Manchmal habe ich das Gefühl, das gewisse Lebewesen
echte Angst mir gegenüber verspüren., denn ihre zwei Katzen haben mich tunlichst gemieden. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass wir bisschen Zeit aufgeholt hatten. Also war auch noch Zeit für einen Kaffee, sowie für die Simpsons. Während der Kaffe vor sich hin köchelte, hatte meine Bekannte versucht in ihrem Schlafzimmer zu saugen. Ich sage bewusst „versucht“, da der Staubsauger seinen Dienst mit einem Bruch des Saugrohrs verweigerte. Im geheimenen dachte ich mir, dass ich wenigstens nicht der Einzige bin, dem ständig was kaputt geht.

Um 19:00 Uhr kam das Mädel dann auf die Idee zu duschen. Ihr werdet es mir nicht glauben, aber die Aktion hat bei Ihr „nur“ 15 Minuten gedauert. Ich denke das ist für die weibliche Spezies ein absoluter Weltrekord und somit eigentlich Reif fürs Guinness Buch!

Wir waren schlussendlich pünktlich am Kino, und haben uns durch den Film „Cars“ sehr gut unterhalten lassen. Ich gebe zu, wir haben zum Teil Tränen gelacht. Gibt ja doch noch gute Tage

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Ich bleibe im Bett!

5. September 2006 - 22:58 Uhr

Es gibt Tage, da sollte man einfach im Bett liegen bleiben und sich die Decke über den Kopf ziehen. Bei mir war heute einer dieser Tage.
Eigentlich fing er ganz normal an, mit einer Tasse Kaffee und einem Blick auf GAMONDO. Als ich mich um kurz vor acht auf den Weg zu Arbeit machen wollte, hinterließ mir Pauline, eine meiner beiden Katzen, ein kleines und vor allem übel riechendes Geschenk in meinem Flur. Gott sei dank habe ich dort einen PVC-Boden, von dem ich das Malheure schnell und sauber beseitigen konnte. Im Nachhinein hätte ich dieses stinkende Warnsignal ernster nehmen, und mich sofort wieder im Bett verkriechen sollen!
Zumindest ging ich relativ gut gelaunt zu meinem Wagen. Nachdem ich kurz in die Staumeldungen rein hörte war ich noch zufriedener, da für meine Strecke keinerlei Staus oder Behinderungen gemeldet waren. Somit kam ich diesen Tag mal gänzlich ohne Verzögerung und überpünktlich zur Arbeit. Eigentlich hätte ich Frühschicht gehabt, was einem Dienstbeginn von 5:45 Uhr nach sich zieht. Wegen eines Termins, den ich am Nachmittag in Münster zwecks Wohnungsbesichtigung hatte, bin ich allerdings erst um neun Uhr dort erschienen. Leider hatte sich soviel Chaos in den ersten drei Stunden angesammelt, das ich tatsächlich bis 17:30 brauchte, um den „Laden“ wieder am Laufen zu haben!

Recht groggy sah ich dann aber meinem Feierabend und dem bevorstehendem Termin entgegen. Eigentlich sollte es nur noch ein Mieter/Vermieter treffen werden, und wir wollten den Vertrag für die Wohnung bereits fertig machen. Dummerweise hatten sich die Vermieter überlegt, noch zwei interessierten Personen die Wohnung zu zeigen. Somit erfahre ich erst in der nächsten Woche, ob ich die Wohnung nun habe oder nicht! Dummerweise sitze ich so langsam auf heißen Kohlen, da ich eigentlich zum 1.10. meinen Umzug nach Münster vollziehen wollte. Naja, aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Somit düste ich unverrichteter Dinge zurück ins heimische Osnabrück. Auf dem Rückweg liegt ein McDonald´s Restaurant, bei dem ich dann auch den Drive – In Schalter nutzte. Ich ließ mir ein Super Sparmenü mit 2 Big Macs, Pommes und einer Cola einpacken.

Eigentlich könnte ich auf der Autobahn direkt nach Hause düsen, wollte mir dann aber ein wenig Landstraße und Landschaft gönnen. Bin eine Abfahrt vor dem Lotter Kreuz runter gefahren. Plötzlich fing die Ölwarnleuchte meines Wagens an zu blinken. Im gleichen Moment gab der Motor meines Passats ein lautes Klackern und Qualm von sich. Schnell für ich rechts ran, stellte den Warnblinker an und stellte den Motor ab.
„Fuck“, war der erste Gedanke, der sich in mein Hirn bohrte. Ich hatte gerade einen Tag vorher Öl nachgefüllt. Ich stieg also aus, und stellte erstmal mein Origami Warndreieck auf. Also diese Dinger sind ja echt kompliziert im zusammenbau. Aber nach zwei Minuten hatte ich das Teil bravourös zu einem Dreieck geformt, und aufgestellt. Ich bin zwar Mitglied im ADAC, habe dann aber trotzdem erst meine Mutter angerufen, die mich mit meinem Cousin zusammen abschleppen sollte. Und somit startete eine lange Odyssee des Grauens. Ich an meinem Handy, wo der Akku sich langsam einem Null-Pegel näherte, kurz erklärt wo ich stehe und wo sie hin muß.
Ich rechnete mit ca. 30 Minuten bis sie da sein müßte. Während spielte ich, weil ich doch schon ziemlich miese Laune hatte, etwas Jo-Jo. Nach 45 Minuten des Wartens, klingelte mein Handy, und mein Cousin war dran:

„Marc wo stehst du?“
„Immer noch kurz vor Lengerich, wo seit ihr?“
„kommen gerade in Ibbenbüren an?“
„Wo seit ihr?“
„Ibbenbüren?“
„Wiederhole das nochmal, ich habe Ibbenbüren verstanden?“
„Ja genau, wo stehst Du denn da?“
„IBBENBÜREN? Schon vergessen da sich in Münster arbeite, ihr Fahrt in die entgegengesetzte Richtung!“ *mit einem leicht an genervten Tonfall* (anmerk. d. Redaktion: Ibbenbüren liegt nicht mal Ansatzweise bei Lengerich)

Ich erklärt eden Weg also ein zweites Mal, und sagte, daß die beiden am besten die A1 nehmen könnten. Weitere 45 Minuten später klingelte das Telefon erneut:
„Ok, wir sind dann jetzt in Greven!“
„Was wollt Ihr in Greven? Ich stehe doch in Lengerich!“
„Weis ich auch nicht was wir hier wollen, deine Mutter ist gefahren.“
„Ich…… also……. Hmpf…….!“
„Ja, wo müssen wir denn jetzt hin?“
„Ihr müßt zurück fahren, Richtung Osnabrück!“
„Hier steht ein Schild mit einem Hinweis zur A1. Einmal Richtung Münster und einmal Richtung Osnabrück!“
„Ihr müßt nach…..“ KLICK, in dem Moment war das Guthaben meiner Ma leer. Ich also schnell nochmal angerufen!
„Ihr fahrt doch jetzt Richtung Osnabrück, oder?“
„Nein, Du sagtest doch nach Münster!“
„Ich sagte………… Egal, dreht bei der nächsten Abfahrt, und dann zurück nach Lengerich!“
„Alles klar!“

Ich hatte zwar nicht mehr damit gerechnet, aber nach zwei Stunden, und zwanzig Minuten, hatte meine Mutter die Strecke von 20 Kilometern überwunden. Am Rande erwähnt werden sollte, daß sie 110 Kilometer gefahren ist!
Naja, ich packte das Abschleppseil aus, und legte es meinem Wagen an. Da meinte meine Mutter „Du weist aber, daß Du einen Wagen mit Automatikgetriebe nicht abschleppen kannst/darfst?“ Mist, sie hatte recht….. „Whooozzzaaa“, mußte ich mir sagen, und fing an meine Ohrläppchen zu reiben. Das Ende vom Lied war, ich habe den ADAC gerufen, der war in 20 Minuten da, und hat mich in die Werkstatt meines Vertrauens geschleppt.

Und die Moral von der Geschichte lautet: Hätte ich doch sofort den ADAC angerufen, dann hätte ich nicht 3 Stunden am Strassenrand gestanden! ;-)

PS: Die Jungs vom McDonald´s Drive In hatten vergessen mir die Pommes einzupacken! *grummel*

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