Wie verschwende ich meine Zeit?
By: Date: 05/09/2006 Categories: Geblogge!

Ich muss ja gestehen ich liebe es… Im Stau stehen auf der Autobahn ist so ziemlich das genialste was ich mir vorstellen kann. Vor allem wenn man mal wieder völlig unter Zeitdruck steht, und zur Arbeit fahren muss.
Auf meinem Weg zur Arbeit fahre ich auf drei verschiedenen Autobahnen, aber dank einer ausgeklügelter Autobahnkreuzvernetzung, schaffe ich meinen 60 Kilometer Arbeitsweg in 30 – 40 Minuten. Zumindest ist das so, wenn ich von einem „normalen Tag“ ausgehe!
Nun ja, am Freitag habe ich es geschafft 40 Minuten zu spät zur Arbeit zu kommen. Als ich auf die erste Bahn fuhr, wurde ich von netten Menschen in Orange gestoppt, weil sie die Farbe auf der Bahn neu gezogen haben. Mußte ich also erstmal ein Autobahnkreuz vollends ausfahren, und alle auf und Abfahrten kennenlernen, bis ich auf der richtigen Seite war. Nun dachte ich „Ok, Gas geben sonst wird das nichts mehr mit pünktlich da sein“. Hier wußte ich, das mich eine Baustelle erwartet, aber normalerweise ist da wenig los, und ich kann da zügig durchfahren. Nicht so am Freitag, denn mehr wie 50 Km/h waren nicht drin. So verschwendete ich kostbare 15 Minuten hinter einem LKW der beide Spuren für sich nutzte. Ein Glück haben mich meine treuen Weggefährten von METALLICA lautstark unterhalten. Dennoch merkte ich, das ich zunehmend aggressiver wurde.

Endlich war das Lotter Kreuz in Sicht, und ich wusste auf der A1 kann ich meinen Wagen auch mal ruhig mit 240 Km/h ausfahren, zumindest wäre ich dann noch pünktlich gewesen. Erstens kam es anders, und zweitens als ich dachte, denn auf der A1 werden nun leider Maßnahmen zur Strassenvberbesserung durchgeführt. Nur halt nicht jeden Tag, sondern wohl immer dann wenn die Jungs vom Bau Lust haben. Und gerade heute war wieder so ein Tag, so war dann der ganze Bereich den man so schön schell fahren kann, auf sensationelle 80 Km/h begrenzt. Da ich kein „Ticket“ riskieren wollte, fuhr ich dann auch nur 100 und kam dann halbwegs gut voran.

Nach weiteren 20 Minuten kam dann endlich das langersehnte Schild, das mir sagte, dass ich nun schnell fahren darf. Gesagt getan, und ich trat mein Gaspedal auch voll durch. Nach 15 Minuten war ich endlich an meiner Abfahrt, und noch gerade so in meinem Zeitlimit. Meine Laune war wieder gut und METALLICA dudelte immer noch vor sich hin.
Leider ist auf meinem Weg zur Arbeit in Münster ein Bahnübergang, und der war natürlich dicht….. Da war es Zeit sich an den Ohrläppchen zu reiben und ein geschmeidiges „Whoooozzaaaa“ von mir zu geben. Normalerweise fährt dort ein Zug vorbei, und ich stehe dann maximal 5 Minuten da. Am Freitag hab eich einen neuen Rekord aufgestellt, und das mit einer Zeit von 18 Minuten. Es kam ein Regionalzug, ein Triebwagen und ein langer, ein viel zu langer Güterwagen.
Mit einer laune die bei „0“ lag, habe ich dann mit 40 Minuten Verspätung meinen Dienst begonnen.

Und die Moral von der Geschichte „Schau dir immer die Baustellenmeldungen des ADAC an“ .